Wie sieht mich Gott? Jeder hat so sein eigenes Selbstbild. Die Fremdwahrnehmung kann da schon mal abweichen. Wie wäre es, wenn wir in die Perspektive Gottes wechseln. Auch hier hält die Stiftshütte eine spannende Botschaft bereit.

Die wichtigsten Bibelstellen zum Thema
  • 2.Mose 25,8 | Gott will inmitten seines Volkes wohnen.
  • Epheser 2,13 | Du gehörst zum Volk Gottes.
  • 1. Petrus 1,16-23 | Du bist heilig, gereinigt, losgekauft, wiedergeboren.
  • 1. Korinther 3,16.17 | Du bist der Tempel des Heiligen Geistes.
  • 1. Petrus 2,9 | Du bist königlicher Priester

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3D-Grafiken: Jeremy Park, www.freebibleimages.com
Die harte Realität und die gute Nachricht

Der Brandopferaltar und das Waschbecken konfrontieren Dich erst einmal mit der harten Realität, dass Du aus der Sicht des drei Mal heiligen Gottes unrein, schuldig und unwürdig bist. Selbst der Priester musste für sich opfern und sich waschen, „damit er nicht stirbt“, wenn er in die Gegenwart Gottes tritt.

Der Brandopferaltar, wie auch das Kreuz waren blutig und hässlich. Sünde ist hässlich, denn sie zerstört Beziehungen und das Leben. Sie ist destruktiv und das Gegenteil von Liebe.

Die gute Nachricht ist, dass wenn Du Deine Schuld vor Gott gebracht hast, das Opfer Jesu am Kreuz für Dich zählt. Du bist ab da heilig, gereinigt, losgekauft, wiedergeboren. Das Waschbecken steht für Reinigung.

Gott sieht Dich also als jemanden der Vergebung und Reinigung braucht. Vielleicht siehst Du das nicht so. Vor allem, wenn Du Dich mit anderen Menschen nur vergleichst. Aber Gott wohnt nun mal in einem extremen Licht, in das kein Mensch hinein kann. Absolutes Licht und Reinheit. Dann fällt der Kontrast schon deutlicher aus. Du braucht Vergebung und Du bekommst sie!

Bist Du wirklich so schlecht? Du hast keinen umgebracht oder irgendwas Schlimmes gemacht. Brauchst Du wirklich Vergebung und Reinigung?

Die Perspektive Gottes …

1. Timotheus 6,16 (LU)

… der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.

Dein Innerstes ist der heilige Tempel Gottes

Der Apostel Paulus schärft es der Gemeinde Korinth ein: Ihr seid ein Tempel des Heiligen Geistes. Wenn Du ein Tempel des Heiligen Geistes bist, wie sieht Dich dann Gott?

Ausgekleidet mit Gold

Die Seitenwände des „Heiligen“ im Zelt der Begegnung waren mit Gold verkleidet. An ihnen spiegelte sich das Licht das siebenarmigen Leuchters. Die Decke war mächtig mit Cherubimdarstellungen gestaltet, ebenso wir der Vorhang zum Allerheiligsten.
Gott sieht Dein Innerstes wie einen goldenen Raum, in dem sich sein Licht spiegelt.
Du bist beschirmt von Gottes höchsten Engeln.
Dein Innerstes ist ein kostbarer Raum für Gott, in dem er Dir begegnen will.

Licht für Deine Seele

In Dir strahlt der siebenarmige Leuchter mit seinem Licht. Das Öl könnte für den Heiligen Geist stehen, der Deine Glaubensflamme am brennen hält. Jesus sagt selbst, dass er das Licht ist. Wenn Du ihn im Herzen hast, dann darf Angst und Mutlosigkeit weichen. Licht der Hoffnung und der Liebe erfüllt Deinen inneren Raum. Spüre dem jetzt einmal bewusst nach. Lass dieses Licht jeden Winkel Deines inneren erreichen – warm und achtsam.

Nahrung für Deinen inneren Menschen

Jesus spricht auch davon, dass er das Brot des Lebens ist. Er stillt Deinen Lebenshunger. Und jetzt darfst Du auf die Suche gehen. Was ist Dein tiefster Lebenshunger? Was nährt Deine Seele wirklich?

Deine Gebete steigen auf direkt zu Gott

Der aufsteigende Weihrauch symbolisiert Deine Gebete, die aufsteigen in die Gegenwart Gottes. Deine Worte und Gedanken erreichen Gott auf seinem Thron.
Du lebst in dieser Verbindung zum himmlischen Heiligtum.

Deine persönliche Zukunft

Jetzt lebst Du schon in der Gegenwart Gottes. Jesus ist Dir Brot und Licht. Deine Gebete steigen auf in die Gegenwart Gottes. Dein Innerstes ist wie ein goldener kostbarer Raum für Gott.

Doch da wartet noch das Allerheiligste. Es ist das Symbol für das ewige Leben in der direkten Gegenwart Gottes. Im Neuen Testament wird in der Offenbarung das neue goldene Jerusalem geschildert, in dem es kein Leid mehr gibt. Dieses neue Jerusalem ist ein „Würfel“, wie das Allerheiligste. Gott will Dich nicht nur geistlich in seiner Gegenwart haben, sonder real. Das ist Deine Zukunft!

Johannes 14,1–3 (LU)

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“

Du bist königliche:r Priester:in

Mit Deiner Taufe und durch den Heiligen Geist bist Du zum königlichen Priester gesalbt. Wer in Jesus neu geboren ist, gehört zum Priestergschlecht Jesu. Damit bist Du königliche Priesterin – königlicher Priester. Es war schon im Alten Testament Gottes Sehnsucht ein Volk von Königen und Priestern zu haben. Im neuen Bund wird es Realität!

Exodus 19,5–6 (LU)

5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. 6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.

1. Petrus 2,9 (LU)

9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht;

Damit erhältst Du die höchste Würde, die ein Mensch bekommen kann. Du bist König und Priester in den Augen Gottes.

Du bist kostbar …

Wie immer Du Dich auch fühlst, in den Augen Gottes bist von höchster Würde und ungeheurer kostbar.

Wenn Du Dir Dein Innerstes als goldenen kostbaren Raum vorstellst, was hat das für Dich für Auswirkungen?
Wenn Du ein Tempel des Heiligen Geistes bist, womit willst Du Dein Innerstes füllen?
Was verunreinigt Dein Innerstes?

Johannes 3,16 (LU)

16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

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